Rheumatoide Arthritis (RA)
Die Arthritis ist eine rheumatische Erkrankung, die durch eine schmerzhafte Entzündung der Gelenke gekennzeichnet ist. Diese Entzündungsreaktionen führen im Verlauf der Erkrankung nach und nach zur Zerstörung des Gelenks. Dadurch kann es allmählich zu Einschränkungen in der Beweglichkeit kommen.
Umgangssprachlich wird die Rheumatoide Arthritis noch mit dem früher gebräuchlichen Name chronische Polyarthritis (cP) bezeichnet. Er setzt sich aus vier wesentlichen Kennzeichen der Erkrankung zusammen: chronisch von griech. chrónos (dt. die Zeit) deutet auf die lang anhaltende Dauer hin, griech. poly (dt. viele) auf die Anzahl der Gelenke (griech. arthros), die von der Entzündung (-itis) betroffen sind. Häufig wird die Rheumatoide Arthritis auch nur kurz „Rheuma“ genannt.
Rund 1 % der deutschen Bevölkerung, also ungefähr 800.000 Menschen, leiden laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGrh) an Rheumatoider Arthritis. Frauen sind dabei zweimal so häufig betroffen wie Männer. Im Mittel erkranken Frauen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren. Männer sind zum Zeitpunkt der Diagnose meist zwischen 65 und 75 Jahre alt. Rheumatoide Arthritis gilt gemeinhin als „Alterserscheinung“. Es gibt jedoch auch Menschen, die bereits in jungen Jahren erkranken.