Rheumatoide Arthritis: Ursachen und Entstehung
Bei Rheumatoider Arthritis kommt es aus bisher nicht geklärten Gründen dazu, dass sich körpereigene Abwehrmechanismen gegen das Gewebe in den Gelenken wenden und dadurch Entzündungsreaktionen auslösen, die zur Gelenkzerstörung führen. Aus diesem Grund wird die Rheumatoide Arthritis zu den Autoimmunkrankheiten gezählt. Heute gehen Experten davon aus, dass ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren die Erkrankung auslöst. Infrage kommen dabei sowohl genetische als auch nicht-genetische Einflüsse.
Um herauszufinden, ob genetische Ursachen vorliegen, wurden u. a. Untersuchungen bei Zwillingspaaren durchgeführt, die der Frage nachgehen sollten, wie groß die Erkrankungswahrscheinlichkeit für einen eineiigen bzw. zweieiigen Zwilling ist, wenn dessen Schwester oder Bruder an Rheumatoider Arthritis leidet. Diese sog. Krankheitskonkordanz ist bei eineiigen Zwillingen, die identische Gene haben, viermal höher als bei zweieiigen Zwillingen. Da jedoch nicht immer beide eineiigen Zwillinge erkranken – dies entspräche einer Konkordanz von 100 % – kann angenommen werden, dass nicht-genetische Einflüsse ebenfalls eine Rolle in der Ätiologie der Rheumatoiden Arthritis spielen.
Als Auslöser kommen u. a. bestimmte Infektionskrankheiten in Betracht. Ein Zusammenhang zwischen Infektionen mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi nach einem Zeckenstich, die zur sog. Lyme-Borreliose führen können, und Arthritis konnte bereits gezeigt werden. Außerdem gehen Wissenschaftler der Frage nach, ob auch virale Infektionen, z. B. mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV), als Krankheitsauslöser fungieren könnten.
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